FAQ Gottesdienste Stand: ab 24.11.2021

Bistum AC (c) Bistum Aachen
Bistum AC
Datum:
Fr. 31. Dez. 2021
Von:
André Meier
Die Kirchen und Religionsgesellschaften stellen gemäß § 2 Abs. 7 der CoronaSchVO für Versammlungen zur Religionsausübung eigene Regelungen auf, die ein der CoronaSchVO vergleichbares Schutzniveau sicherstellen. Diese Regelungen treten für den grundrechtlich geschützten Bereich der Religionsausübung an die Stelle der Bestimmungen der CoronaSchVO. Insbesondere für Gottesdienste ist daher zu beachten, dass die CorSchVO weiterhin nur indirekt gilt . 
 
Eine 3G-Pflicht für Gottesdienste besteht nicht. Beschränkungen des Zugangs zu Gottesdiensten auf immunisierte und getestete Personen sind nur dann zu beachten und von den verantwortlichen Personen zu kontrollieren, wenn die zuständige Behörde dies explizit als weitergehende Schutzmaßnahme angeordnet hat (§ 5 Abs. 2 CoronaSchVO). 
 
Das Katholische Büro Düsseldorf hat mit der Staatskanzlei den entsprechenden Maßnahmenkatalog für Gottesdienste wie folgt abgesprochen:
 
  • Der Abstand von 1,50 m zu fremden Personen ist einzuhalten, d. h. ein Haushalt kann weiterhin ohne Abstand zusammensitzen.
  • Eine medizinische Maske ist in Innenräumen zu tragen, also auch in den Kirchen (§ 3 Abs. 1 Nr. 2 CoronaSchVO).  Neu ist, dass die Maske am Platz abgelegt werden kann, außer beim Gemeindegesang. Im Freien wird das Tragen einer Maske empfohlen, aber nicht mehr vorgeschrieben (§ 2 Abs. 1 S. 3 CoronaSchVO). 
  • Im Übrigen gelten die Hygieneregeln der Anlage zur Verordnung: Handhygiene, Reinigung, Lüften.
  • Für die Liturgie empfiehlt sich die bisherige Praxis: Abdeckung der eucharistischen Gaben, kein Weihwasser, Kommunionspendung nach vorgängiger Handdesinfektion der Spender mit Maske, Mundkommunion am Ende der Austeilung, Beschränkungen bei Kelchkommunion/Konzelebration etc.
  • Der Gemeindegesang ist unabhängig vom Inzidenzwert mit Maske und Abstand erlaubt.
  • Auf die Maske beim Singen kann nur verzichtet werden, wenn ausschließlich immunisierte oder getestete Personen (bis zu 24 Stunden alter PCR-Test oder höchstens sechs Stunden alter Antigen-Schnelltest, Selbsttest ist nicht ausreichend) teilnehmen. Für die Chöre gilt daher: Teilnehmende, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen für die Chorprobe und bei einem Auftritt einen entsprechenden PCR-Test oder Antigen-Schnelltest (Bürgertest, kein Selbsttest) vorweisen, wenn ohne Maske gesungen werden soll. In den Gottesdiensten dürfen die Chöre ohne Maske singen, bei Beteiligung am Gemeindegesang gilt die Maskenpflicht.
  • Die Rückverfolgbarkeit entfällt, es müssen keine Kontaktdaten mehr registriert werden.
  • Eine neue Regelung im Bistum Aachen ist:  Bei pastoraler Notwendigkeit kann nach Absprache zwischen allen Verantwortlichen der Pastoral und des Rechtsträgers die 3G-Regel angewandt werden, wenn die Gruppe überschaubar ist und geklärt ist, dass alle Teilnehmer/innen (incl. der liturgischen Dienste) immunisiert oder getestet (max 24 Stunden) sind. Dann ist eine Nachweiskontrolle erforderlich. Es sind keine Mindestabstände vorgeschrieben. Beim Betreten/Verlassen sowie bei Bewegung innerhalb der Kirche ist  mindestens eine medizinische Maske (OP-Maske) zu tragen. Kinder bis zum Schuleintritt sind Getesteten gleichgestellt. Schüler/innen gelten prinzipiell aufgrund der Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestet.