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Pfarrbrief der Pfarrei St. Marien Wassenberg

 


 

Pfarrbrief St Marien

Pfarrbrief Februar 2026

Liebe Schwestern und Brüder,

Beim Neujahrsempfang des Bistums Aachen hatte Generalvikar Jan Nienkerke Mitte Januar einen deutlichen Appell an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerichtet: „Wir wollen keine Kirche des Ungefähren sein. Wir wollen wieder Mut zu klaren Worten fassen. Denn nur wer bestimmt ist, wer eine klare Haltung hat, kann auch Orientierung geben.“ Ausgangspunkt seiner Rede war ein Beitrag des Philosophen Jürgen Habermas, der vor einer „Theologie oben ohne“ und einem „Downgrading ins Ungefähre“ gewarnt hatte. Wenn selbst ein säkularer Denker feststelle, dass das Christentum an gedanklicher Bestimmtheit verliere, so Nienkerke, müsse dies die Kirche wachrütteln.

Dabei ist natürlich unser (inneres) Bild von Gott, das wir haben, von entscheidender Bedeutung! Gott ist ein lebendiger Gott, der jedem von uns nahe ist und mit uns fühlt und uns den Weg in ein freies und entschiedenes Leben führt. 

Oder schämen wir uns im Grunde genommen unseres Gottes und des Glaubens??? (Was ja sein kann.) Aber es gibt keinen Grund dazu. Es sei denn, dass wir uns von vielen von außen diese falsche Scham einreden lassen. Also, starten wir neu!

Wenn wir in diesem Sinn die Fastenzeit mit neuer Entschiedenheit leben, können wir viele positive Erfahrungen machen. Denn langsam besinnen sich viele Menschen wieder auf die Wurzeln ihres Glaubens, suchen mit neuer Ernsthaftigkeit nach spirituellen Erfahrungen und nach Gott.

So möchte ich Ihnen Mut machen, in der vor uns liegenden Fastenzeit echten Verzicht zu leisten, um innere Freiheit zu finden und Gott näher zu kommen. 

Mir fällt auf, wie oft ich noch zu viel am Handy hänge, zu viel Zucker konsumiere, oft sehr träge meine Aufgaben starte und mich oft zerstreuen und ablenken lasse. Und die Gemeinschaft der Gruppe, mit der ich diese Zeit bewusst lebe, hilft mir sehr, konsequenter zu leben. Und dass wir gemeinsam über das Fasten und die Schwierigkeiten reden tut sein Übriges dazu.

Die Rückbesinnung auf Jesus, der vom Heiligen Geist (!!) in die Wüste geführt wurde, um versucht zu werden, macht deutlich, dass wir diese Zeit als positive Herausforderung verstehen dürfen, als Chance wahrnehmen können. 

Denn Jesus ist nun mal eine Person, dessen Namen wir nennen dürfen – auch in der heutigen Gesellschaft! Und Sein Heiliger Geist ist auch heute eine Kraft – auch im Straßenverkehr, im Supermarkt, im Studio und am Arbeitsplatz. Wer mit IHM lebt, wird sich auch Seiner nicht schämen.  J