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Pfarrbrief der Pfarrei St. Marien Wassenberg

 


 

Pfarrbrief St Marien

Pfarrbrief Juli 2026

Liebe Schwestern und Brüder,

damit in der Zukunft unsere Gemeinden nicht nur schrumpfen, sondern auch eine Chance haben zu wachsen, hat das Bistum eine „Pastoral-Strategie“ herausgegeben, die uns Mut machen und unser Herz weit machen will, auch Menschen in den Blick zu nehmen, die derzeit noch nicht in unseren Gemeinden mitmachen. 

Diese Pastoralstrategie (s. Rückseite) unterscheidet drei Gruppen von Personen: 

Die, welche zum festen Stamm der Gemeinde gehören, die mitmachen, die Gottesdienste und Feste besuchen und am Gemeindeleben aktiv teilnehmen; dann 

Die, welche unsere sakramentalen und pastoralen Angebote nutzen und damit dann auch zufrieden sind; und dann

Die, welche nicht zu den ersten beiden Gruppen gehören, aber auf der „Suche nach dem Sinn“ sind; die unruhig sind, mehr wollen als nur „Party und Plastik“; die bereit sind, unkonventionell zu denken, aber für ihr Fragen und Suchen die christliche Botschaft noch nicht als überzeugende Antwort gefunden haben.

Und dieser Personenkreis ist es wert, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf sie richten! Denn: kennen wir nicht die Erfahrungen, dass in Gesprächen und alltäglichen Begegnungen auf einmal vom anderen eine Bemerkung kommt wie: „Dem müsste ich einmal nachgehen!...“, „nichts Genaues weiß man nicht“, „..ich würde ja gerne…“ oder eine andere Aussage, die das Suchen ausdrückt (was dem Anderen manchmal selber gar nicht bewusst ist!). Und diese Aussage dann unaufdringlich aufgreifen, für den Anderen still beten, ihn oder sie im Herzen im Gebet begleiten und/oder einmal einladen … zu einem Plausch, einer Begegnung, einem der Seelsorge Bescheid sagen – auf jeden Fall die Flamme der Unruhe im Anderen lebendig halten!

Dazu will uns die Pastoral-Strategie Mut machen! Für uns Seelsorger bedeutet dies eine große Herausforderung, Zeiten und Räume freizuhalten, auch wenn der pastorale „Erfolg“ nicht garantiert werden kann, wenn wir Enttäuschung erleben und es anders läuft, als wir es uns erhoffen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, denn es macht Ernst mit dem Christus-Auftrag: „… Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern…“ (vgl. Mt 28, 19). Und wenn Jesus so etwas sagt, wird ja in dem Wort uns zugleich die Gnade gegeben, dass wir dies tun können und dass unser Bemühen Frucht bringt!!! Es sind ja keine Dienst-Anweisungen, die uns unter Druck setzen, sondern Ermutigungen („Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde“ und „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ vgl. die Verse 18 + 20), welche die Handlungs-Gnade direkt mitliefern!

Und: die Zeiten ändern sich… immer mehr auch junge Menschen öffnen sich für die Botschaft und die Botschafter… meint ihr Pastor Wieners.