Liebe Schwestern und Brüder,
Ihnen eine gesegnete und schöne Sommerzeit – mit erträglichen Temperaturen!
Bei aller Leichtigkeit der Sommerfrische brennt mir ein Thema auf den Nägeln, das mir wichtig zu sein scheint:
„Gott, der Gentleman, der unsere Entscheidungen ernst nimmt“.
Wir Menschen sind frei, denn Gott hat uns einen freien Willen gegeben und freut sich darüber, wenn wir IHM aus freien Stücken unser Herz schenken.
Als Schöpfer des Alls, der alles gemacht hat (auch uns mit unserem freien Willen), verbirgt ER sich so weit, dass wir IHN suchen können, um IHM in einer Entscheidung des Glaubens unser Herz zu schenken.
Und Gott zeigt sich als Gentleman, dass Er auch respektiert, wenn wir es nicht oder nur sehr teilweise tun. Allerdings, und das ist jetzt sehr wichtig, gilt es zu bedenken, dass wir, wenn wir „Gott außen vorlassen“, dann nicht mehr gut später, wenn etwas passieren sollte, fragen können: „Und wo war Gott dabei?“
Denn wenn z.B. ein junger Erwachsener mit 20 Jahren gegen den ausdrücklichen Ratschlag seiner Eltern eine Entscheidung trifft, von der ihm Vater und Mutter ausdrücklich – gut begründet - abraten – kann er dann ernsthaft, wenn etwas schiefläuft, seine Eltern nachträglich zur Verantwortung ziehen?
Und genau so ist es auch mit uns und Gott. Wenn wir „Gott außen vorlassen“ bei unseren Entscheidungen, wenn wir uns an den weisen Weisungen der Kirche und unseres Gewissens nicht orientieren, dann heißt es auch: einzustehen für die Konsequenzen!
Was ja nicht heißt, dass nicht jederzeit, zu jeder Sekunde eine Rückkehr zu Gott möglich wäre, wenn wir IHM die Ehre geben, sagen, dass wir uns geirrt haben, bereuen und uns IHM neu anvertrauen und „in die Arme werfen“. ER freut sich dann so sehr! Und dann auch wieder seinen „vollen Rückenwind“ erfahren.
Aber das alles nur als kleinen Hinweis. Genießen wir jetzt die Sommerzeit, erfreuen wir uns an den langen Abenden mit kühlen erfrischenden Getränken und guten Gesprächen. Danken wir dem Herrn für die Schönheit seiner Schöpfung, in der wir leben dürfen, und ertragen wir tapfer die Unbilden des Sommers, der uns ja schon mit den hohen Temperaturen einiges abverlangt.
Mit sommerlich-frohen Grüßen