Liebe Schwestern und Brüder,
„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus. Da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus´.“ Manch einer kennt (noch) dieses Volkslied.
Der Mai 2026 ist gekommen, die Bäume stehen alle schon im Grün, und wer sich daran erfreuen kann, hat eine wertvolle Kraftquelle gefunden. Deshalb ist der Mai auch als Marien-Monat geschätzt, denn das neue blühende Leben der Natur motiviert auch zur Verehrung Marien, der Mutter des neuen Lebens.
Und das neue Leben des Glaubens beginnt auch in unserem Land und den Ländern Europas wieder zaghaft aufzublühen: Die Franzosen melden zu Ostern einen weiteren Anstieg der Erwachsenen-Taufen von 16.000 auf über 20.000. Und auch bei uns zeigen sich ganz, ganz kleine Wachstums-Schübe: Jugendliche, die sich immer ernsthafter für den Glauben interessieren, und wenn erwiesen ist, dass im Jahre 2020 ungefähr 84% der Weltbevölkerung regelmäßig betet, dann zeigt dies, dass regelmäßiges Beten offensichtlich gar nicht so die Ausnahme ist, wie manche Talk-Shows unseres Landes uns dies weismachen wollen. Und auch die Lebenszufriedenheit, Familien-zusammenhalt und der freiwillige Einsatz für andere wird durch das Beten sehr positiv beeinflusst.
Aber jedem von uns ist deutlich: Es ist ein Neu-Start mit vielen inneren und äußeren Hindernissen! Die prall gefüllten Familien-Kalender, die permanente Berieselung, die wir uns durch das Internet und die sozialen Medien antun, all dies macht es unserer Seele schwer, frei zu atmen und sich dem Schöpfer zuzuwenden
Bleiben wir also nicht mit unseren Sorgen in unserem (Seelen-) Haus, sondern lassen wir uns von unseren evangelischen Geschwistern und ihren Melodien inspirieren: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; Schau an der schönen Gärten Zier, und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben…“.
Ihnen einen schönen und segensreichen MMM (Marien-Mai-Monat)!