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Pfarrbrief der Pfarrei St. Marien Wassenberg

 


 

Pfarrbrief St Marien

Pfarrbrief November 2026

Beten um eine gute Sterbestunde

Regelmäßig tue ich das auch noch nicht, außer natürlich im Rosenkranz („… jetzt und in der Stunde unseres Todes.“) Aber seit ich jetzt von einem ausgesprochen friedlich Gestorbenen gehört habe, der lange schon um eine gute Sterbe-Stunde gebetet hat, bin ich jetzt motoviert, dies zu tun und auch Ihnen dies nahezulegen.

Patrone für eine gute Sterbestunde sind der Hl. Josef, weil er in Gegenwart von Jesus und Maria friedlich eingeschlafen ist; der Heilige Mönchsvater Benedikt, weil auch er friedlich-versöhnt hinübergegangen ist in die andere Welt und der Hl. Erzengel Michael, weil er uns beisteht im Kampf, wenn die Kräfte schwinden.

Denn jemand erzählt von seiner Oma, die ihm als kleinem Jungen erzählt hatte: „Jung, bete für eine gute Sterbestunde… denn wenn es soweit ist, hast Du keine Kraft mehr zu beten!“ Nichts liegt einem kleinen Jungen ferner, als an seine Sterbestunde zu denken, aber die Eindringlichkeit, mit der die Oma das sagte, hat offensichtlich einen solchen Eindruck bei dem Jungen hinterlassen, dass er auch noch nach sechzig Jahren davon lebendig erzählen kann – und den Rat der Oma bis heute befolgt.

Um es Ihnen leichter zu machen:       

In einem Gebet zum Heiligen Josef heißt es: „Erlange mir die Offenheit des Geistes, die Dich zierte und führe mich an Deiner Hand zum größten Tag meines Lebens, meines Eintritts in den Himmel.“

In eine ähnliche Richtung weist uns die Hl. Sr. Faustyna in ihrem Tagebuch, wo es unter der Nummer 679 bei einem ihrer Abendgebete heißt: „Gute Nacht, mein Bräutigam; es freut mich, wieder einen Tag der Ewigkeit näher zu sein; und wenn Du, Jesus, mir erlaubst, morgen aufzuwachen, fange ich ein neues Loblied zu Deiner Ehre an.“

Und mir fällt ein Buchtitel zu diesem Thema ein: „End-lich leben“. Endlich im Sinne von „bewusst mit der eigenen Endlichkeit umgehen, sie annehmen, bejahen und dann jeden Tag als Geschenk annehmen“ und dann im Sinne von Hebräer 2,14 - 15, wo es von Jesus heißt, „um durch seinen Tod den zu entmachten, der die Gewalt über den Tod hat, nämlich den Teufel und um die zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren.“

Also: befreit aufatmen! Endlich lebe ich mit weniger Angst vor dem Tod, weil ich fest darauf vertraue, nach meinem irdischen Ende zu Jesus zu kommen!

In diesem Sinne - beten wir, um Lebensqualität zu gewinnen und uns auf diesen entscheidenden Moment unseres Lebens vorzubereiten!